Reisetipp Brasilien: Belém – Das Tor zum Amazonas

Die im Norden Brasiliens gelegene Stadt Belém mit ihren rund 1,5 Millionen Einwohnern liegt zwar abseits der typischen Touristenrouten, dennoch hat sie Besuchern einige unvergessliche Attraktionen zu bieten.

Belém ist direkt an der schönen Bucht von Guajará am Amazonas-Delta gelegen und zählt zu den bedeutendsten Ortschaften der Amazonasregion. Ein besonderes Highlight der Stadt ist der traditionsreiche Gemüse- und Fischmarkt „Ver-o-Peso“ am Hafen von Belém. Der Markt findet seit dem 17. Jahrhundert statt und bietet Besuchern mit seinen rund 2000 Verkaufsständen ein umfangreiches Angebot an exotischen Gewürzen, Fleisch- und Fischgerichten sowie tropischen Früchten. Einen eindrucksvollen Blick in die Vergangenheit können Besucher im Engenho Murucutu, einer Zuckerrohrverarbeitungsanlage aus dem 18. Jahrhundert, gewinnen.

Die Altstadt von Belém ist unterdessen von der kolonialen Vergangenheit des Landes geprägt. Pompöse Stadtpaläste, wie etwa der Palácio Antônio Lemos oder der Palácio Lauro Sodré, und der ehemalige Palast der Gouverneure mit seinem beschaulichen Park prägen das Bild des historischen Stadtteils. Auf das Jahr der Stadtgründung (1616) geht auch der Bau der Festungsanlage Forte do Presépio zurück, die heute den Namen Forte do Castelo trägt. Von hier aus bietet sich Besuchern ein unvergesslicher Blick auf die Bucht von Marajó und die umliegenden Piers.

Wer bereits in Belém ist, sollte sich eine Flusstour auf dem Amazonas nicht entgehen lassen. Einen kleinen Vorgeschmack auf die Vielfalt des Amazonas-Regenwaldes kann man bereits im Park Rodrigues Alves erhalten, der sich im Stadtinnern über insgesamt 16 Hektar erstreckt und mit seinen Höhlen, Wasserfällen sowie seiner Flora und Fauna ein kleines, aber beeindruckendes Abbild des gigantischen Amazonas-Dschungels liefert.

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